Angelcare Sensormatte: Welche Babymatratze passt?
Ein sicherer Schlafplatz ist eines der wichtigsten Themen für junge Eltern. Besonders beim Thema Plötzlicher Säuglingstod, kurz SIDS, ist es wichtig, klar zwischen empfohlenen Präventionsmaßnahmen und zusätzlichen Überwachungsgeräten zu unterscheiden.
Wichtig vorab: Eine Sensormatte kann Bewegungen registrieren und Eltern im Einzelfall alarmieren. Sie ersetzt jedoch keine sichere Schlafumgebung und senkt nach aktueller Leitlinie nicht nachweislich das SIDS-Risiko. Die wirksamste Vorbeugung bleibt: Rückenlage, geeignete Matratze, Schlafsack statt Decke, rauchfreie Umgebung und ein eigenes Babybett im Elternschlafzimmer.
Wie funktioniert das Angelcare Überwachungssystem mit Sensormatte?
Die Angelcare Überwachungsgeräte mit Sensormatte, können mehr als herkömmliche Babyphones. Sie verfügen über eine hochsensible Sensormatte, die unter der Matratze des Kinderbettes platziert wird. Sobald die Sensormatte länger als 20 Sekunden keine (Atem)bewegungen des Kindes registriert, löst das Angelcare Gerät Alarm aus.
Eine solche Matte kann Eltern ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit geben. Sie sollte aber immer nur als ergänzendes Hilfsmittel verstanden werden – nicht als Schutz vor dem Plötzlichen Säuglingstod.
Ist die Verwendung eines Überwachungsgerätes mit Sensormatte überhaupt sinnvoll?
Zwar sind Atempausen bei Babys, genauso wie bei Erwachsenen, meistens normal und ungefährlich. Manchmal können sie aber auch lebensbedrohlich sein. Dank des Angelcare Überwachungssystems haben Eltern die Möglichkeit, verlängerte Atempausen – ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod – mitzubekommen und können, wenn nötig, sofort handeln. Häufig reicht schon der laute Alarmton als Stimulationsreiz aus, damit das Baby aufwacht und weiteratmet.
Damit Eltern wissen, was in einem Notfall zu tun ist, werden die Angelcare-Geräte mit der Broschüre „BasicLifeSupport - Leitfaden der lebensrettenden Sofortmaßnahmen im Säuglingsalter“ ausgestattet. Diese ist in Zusammenarbeit mit der GEPS-NRW e.V.(Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Kindstod NRW –Münster) entstandenen.

Welche Babymatratze funktioniert mit dem Angelcare Überwachungssystem?
Angelcare wollten es genau wissen und hat alle Babybett Matratzen (60x120 und 70x140 cm) von Träumeland getestet. Stolz können wir sagen, dass alle Matratzen (ausgenommen Naturmatratzen) mit der Angelcare Sensormatte kompatibel sind. Du möchtest wissen, ob auch die Babymatratze deiner Wahl Angelcare kompatibel ist - dann sieh doch bei den Produktdetails nach. Dort ist bei allen kompatiblen Matratzen das Angelcare Logo hinterlegt.
Wasserbetten, Luftkernmatratzen und Hohlfasermatratzen dürfen keinesfalls verwendet werden, da die einwandfreie Funktion nicht sichergestellt wird.
Für welche Babymatratzen ist die Angelcare Sensormatte nicht geeignet?
Die Sensormatte funktioniert nicht bei Betten, die direkt mit dem Elternbett verbunden sind, wie etwa dem klassischen Beistellbett. Die Bewegung der Eltern wird an das Babybett weitergegeben und so vom Gerät als Bewegung des Babys wahrgenommen. Ein Alarm wird dann entweder verzögert oder gar nicht ausgelöst. Auch bei Matratzen für Wiegen und Stubenkorb macht die Angelcare Sensormatte keinen Sinn. Angelcare kann nicht zwischen einer Bewegung des Babys oder der Wiege unterscheiden.

Risikofaktoren Plötzlicher Kindstod
Entscheidest du dich für eine Sensormatte, solltest du dennoch auf Nummer sicher gehen und die Risikofaktoren rund um den Plötzichen Kindstod vermeiden. Verlasse dich nicht zur Gänze auf die Angelcare Sensormatte. Zu den bekanntesten Risikofaktoren zählen:
- Rauchen während der Schwangerschaft oder in der Umgebung des Babys
- Alkohol und Drogen
- Schlafen in Bauchlage
- CO2 - Rückatmung
- Felle, Mützen, etc. im Babybett, welche zur Überwärmung führen
Aber keine Panik, denn in der Regel müssen mindestens drei Faktoren zusammentreffen, damit ein erhöhtes Risiko besteht. Mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen trägst du schon einen wesentlichen Beitrag zur Risikoreduktion bei und sorgst so für einen sicheren Babyschlaf.
Sicher schlafen: Das ist wirklich wichtig
Unabhängig davon, ob du eine Sensormatte nutzt oder nicht, sollten die offiziellen Empfehlungen für sicheren Babyschlaf immer eingehalten werden:
- Baby zum Schlafen immer auf den Rücken legen
- feste, ebene und passende Babymatratze verwenden
- Schlafsack statt Decke nutzen
- keine Kissen, Felle, Nestchen oder großen Kuscheltiere ins Babybett legen
- Überwärmung vermeiden, ideal sind etwa 18 °C Raumtemperatur
- rauchfreie Umgebung schaffen – auch schon während der Schwangerschaft
- Baby im eigenen Bett, aber im Elternschlafzimmer schlafen lassen
Diese Maßnahmen gelten laut Fachquellen als zentrale Prävention des Plötzlichen Säuglingstods
Erste Hilfe Maßnahmen für dein Baby
Gehe auf Nummer sicher und informiere dich auch ausreichend über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Babys. Schließlich sollte man im Ernstfall möglichst schnell reagieren und die richtigen Maßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte treffen. Auf YouTube gibt es zahlreiche Videos zum Thema “Erste Hilfe Baby”. Am Effizientesten ist aber natürlich ein Kurs vor Ort. Informiere dich beim Roten Kreuz über die nächsten Kurstermine!
Eine Angelcare Sensormatte kann Eltern im Alltag zusätzlich beruhigen und bei ausbleibenden Bewegungen alarmieren. Sie ist jedoch kein Ersatz für die bewährten Empfehlungen zum sicheren Babyschlaf. Die wichtigste Grundlage bleibt eine sichere Schlafumgebung: Rückenlage, passende Babymatratze, Schlafsack, freie Atemwege und keine Überwärmung.
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