Manche Eltern, die ihr Baby abhalten, machen eine interessante Beobachtung: Kurz bevor ihr Baby uriniert oder Stuhlgang hat, verändert sich sein Verhalten. Es beginnt beispielsweise zu strampeln, windet sich, wird plötzlich unruhig oder findet nach einem kurzen Aufwachen nicht sofort wieder in den Schlaf. Wird es dann abgehalten, folgt manchmal tatsächlich eine Ausscheidung und das Baby entspannt sich anschließend wieder.
Das ist zunächst eine Beobachtung und keine sichere Diagnose. Aus nächtlicher Unruhe allein lässt sich nicht ableiten, dass die Blase voll ist oder eine Ausscheidung unmittelbar bevorsteht. Genau darin liegt ein wichtiger Unterschied zwischen einem entspannten Umgang mit Abhalten und dem Versuch, jedes Verhalten des Babys entschlüsseln zu wollen.
Eltern können vielmehr beobachten:
- Passiert die Unruhe häufiger ungefähr zur gleichen Zeit?
- Folgt kurz danach regelmäßig Urin oder Stuhlgang?
- Wirkt das Baby anschließend entspannter?
- Gibt es bestimmte Situationen – beispielsweise nach dem Stillen oder gegen Morgen –, in denen dieses Muster besonders häufig auftritt?
Wenn du solche Zusammenhänge wiederholt erkennst, kannst du deinem Baby in dieser Situation einmal einen anderen Ort zum Ausscheiden anbieten. Wenn nichts kommt, kann es auch andere Ursachen haben wie: Hunger, Verdauung oder einfach der normale Übergang zwischen zwei Schlafphasen.






